Gräfin Stephanie von Wurmbrand-Stuppach war eine geborene von Szlemenics und stammte damit aus einem Haus von Gelehrten: ihre Mutter etwa war eine hochbegabte Frau und promovierte Doktorin der
Rechte; sie war Tochter des grossen Gelehrten Ungarns, des Hofrats Professor Paul von Szlemenics. Stephanie soll ein Kind von ungewöhnlicher, besonders musikalischer Begabung gewesen sein. Sie
spielte, ohne je Unterricht genossen zu haben, mit 5 Jahren Klavier.
Mit 14 Jahren veröffentlichte sie eine Liederkomposition, von denen in der Folge weit über 30, unter dem Pseudonym Stephanie Brand-Vrabély, erschienen sind. Sie trat auch als Konzertistin in Wien
und allen grösseren Städten Europas auf. 1869 vermählte sie sich mit dem Grafen Ernst Wurmbrand.
Gräfin Stephanie von Wurmbrand-Stuppach war auch als Schriftstellerin tätig. In verschiedenen Zeitungen erschienen Feuilletons aus ihrer Feder. Herzog Ernst von Coburg-Gotha zeichnete die Gräfin
durch die Erteilung der silbernen Verdienstmedaille für Kunst und Wissenschaft aus.